ALK Zaunkönig Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein ALK Plakat





ALK-Fotowettbewerb
"Fokus auf Königstein" ist das Motto der Aktion, unter dem während vierzehn* Monaten die Kurstadt beleuchtet werden soll. Einmal pro Quartal werden die besten Einsen­dungen prämiert. Den Siegern winken attraktive Prei­se. Der Stichtag für Einsen­dungen zur abschließenden vierten Runde ist der 15. Januar 2017. mehr...




Leserbrief von Dr. Hedwig Schlachter


Mit der über viele Jahre hinweg angestrebten grundlegenden Sanierung des Kurbades setzt sich die langjährige ALK-Fraktionschefin Dr. Hedwig Schlachter in einem Leserbrief auseinander. Die in der Überschrift aufgeworfene Frage wird zwar nicht direkt beantwortet, die aufgezählten Fakten sprechen aber für sich (16.1.2017):


KURBAD-SANIERUNG – SCHAFFEN DIE DAS?

Das Kurbad Königstein feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag. Das entspricht ungefähr der Lebensdauer eines Hallenbades aus dieser Zeit. Wenn man sich in der näheren und weiteren Umgebung umsieht, stellt man fest, dass viele Bäder, die während des Hallenbad-Baubooms der 70er Jahre errichtet wurden, entweder ihren Betrieb wegen Verschleiß eingestellt oder von Grund auf erneuert wurden. Das Kurbad in Königstein wurde ohne jeden Zweifel mit viel Herz und Verstand vorbildlich gepflegt und kann daher noch immer genutzt werden. Aber schon vor 11 Jahren, als Bürgermeister Helm sein Amt antrat, setzte sich die damalige CDU-Fraktion unter ihrem Vorsitzenden Dr. Wiesehöfer eine Frist von einem Jahr, innerhalb dessen ein Beschluss über die Zukunft des Bades gefasst werden sollte. Wegen erheblicher Mängel vor allem im Bereich des Brandschutzes, so hieß es damals, sei der Weiterbetrieb akut gefährdet, außerdem drückte der jährliche Zuschuss der Stadt für das Bad von ca. € 750.000 erheblich auf die Stadtkasse.

Hauptsächlich Interesse an attraktivem Bauland

Seither wurden zwar viele Bemühungen unternommen, das Bad zusammen mit einem privaten Investor in eine neue Zukunft zu führen. Eine tragfähige Lösung kam dabei jedoch nicht heraus. Die potentiellen Investoren waren vor allem an einer Bebauung des Geländes um das Bad interessiert, nicht jedoch daran, sich an den Kosten zu beteiligen. Gleichwohl fasste das Königsteiner Stadtparlament 2011 und 2014 zwei Grundsatzbeschlüsse mit dem Inhalt, das Bad zu renovieren. Es wurde darin allerdings nicht präzisiert, wie genau diese Renovierung realisiert werden sollte. Man bekräftigte lediglich die Absicht, das Bad erhalten zu wollen.

Ohne Deckelung der Kosten auf 10 Millionen

Schließlich kam die SPD auf die Idee, ein Bürgerbegehren zum Erhalt des Bades zu starten. In der Formulierung wurde großer Wert darauf gelegt, dass die Renovierungskosten die Obergrenze von € 10 Millionen nicht überschreiten sollte. Da den Stadtverordneten, die über das Bürgerbegehren zu befinden hatten, wohl klar war, dass die genannte Kostenbegrenzung nie einzuhalten sein wird, änderten sie es kurzerhand ab und fassten mehrheitlich einen erneuten „Grundsatzbeschluss“ zur Erhaltung des Kurbades, ohne wiederum klarzustellen, wie das zu bewerkstelligen sein soll. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gaben sich überraschenderweise mit dieser erheblichen Abwandlung ihres Ansinnens zufrieden, ohne allerdings in Sachen Renovierung auch nur einen Schritt weiter gekommen zu sein. Mit anderen Worten, sie hätten sich die Arbeit des Begehrens auch sparen können.

Abschreckende Baupläne von Investor

Im Laufe der Jahre war jedoch der Plan gereift, die Kosten der Renovierung durch Grundstücksverkäufe zu decken, da andere Geldquellen nicht zu erschließen waren. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf dem Gelände neben dem Kurbad und einem angrenzenden Privatgelände. Die hierzu bereits vorgestellten Bauprojekte waren jedoch so erschreckend, dass selbst die größten Sanierungsbefürworter vor diesen Plänen zurückschreckten. Es ist allerdings klar, dass der Kaufpreis umso höher sein wird, je dichter die Bebauung zugelassen wird. Hinzu wurden noch weitere mögliche Grundstücksverkäufe in Betracht gezogen wie z.B. ein Teil der Hubert-Fassbender-Anlage, die Häuser in der Thewaltstraße …

Aber selbst wenn es gelingen sollte, einen Großteil der Renovierungskosten durch Grundstücksverkäufe zu decken, bleiben immer noch die Betriebskosten des Bades. Um diese auch nur einigermaßen in den Griff zu bekommen, müssten die Eintrittspreise deutlich erhöht werden und die Besucherzahl müsste eine gravierende Steigerung erfahren. Beides ist bei realistischer Betrachtung illusorisch. Die Stadt hat das Bad in den vergangenen Jahren mit € 500.000 bis € 750.000,00 jährlich bezuschusst. Hierbei wird es auch nach der Sanierung wenigstens bleiben.

Königsteiner Bauvorhaben und Kostenentwicklung

Zudem wurde noch nicht berücksichtigt, in welchem Ausmaß die Renovierung überhaupt durchgeführt werden soll. Die immer wieder kursierenden € 10 Millionen können hier nur ein Anhaltspunkt sein, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wesentlich übertroffen werden wird. Es genügt, in diesem Zusammenhang einmal einen Blick auf einige Vorhaben der Stadt in der jüngeren Vergangenheit zu werfen:

Innerhalb von 10 Jahren ist es nicht einmal gelungen, die fertiggestellte zweite Kreiselspur in der Le-Cannet-Rocheville-Straße zu öffnen, obwohl die klagenden Anwohner keine unerfüllbaren Bedingungen gestellt hatten. Die Verlegung des Betriebshofes an den Kaltenborn ist auch vor der Flüchtlingswelle im Herbst 2015 trotz jahrelangen Bemühens nicht gelungen. Die Stadt hat es nicht geschafft, für dieses Vorhaben eine Baugenehmigung zu bekommen. Die Kosten der Renovierung des Hauses der Begegnung sind völlig aus dem Ruder gelaufen, obwohl ein renommiertes Baubetreuungsunternehmen angeheuert wurde, das den Stadtverordneten mehrfach versprochen hatte, die geplanten Kosten würden maximal um 5 % überschritten. Am Ende waren es fast 50 %, und das Betreuungsunternehmen forderte noch höhere Honorare, weil die Bausumme sich ja erhöht hatte. Auch das am Kaltenborn geplante Flüchtlingsheim hat sich nicht so gestaltet wie angekündigt. Noch vor Weihnachten 2015 hieß es, die Unterkunft könne im Januar bezogen werden, es handele sich um eine geniale Schnellbauweise. Der Termin wurde dann auf Ostern 2016 verlegt. Nun ist es Januar 2017, und es gibt noch nicht einmal eine Baugenehmigung. Allerdings sind schon Kosten im sechsstelligen Bereich angefallen, ohne dass die Stadt dafür irgendetwas Verwertbares erhalten hätte. Die Liste ließe sich sicher noch verlängern. Es soll dadurch aber nur deutlich gemacht werden, dass die Kurbadsanierung, die sicherlich das größte Projekt der Stadt sein wird, ein Vielfaches an Problemen aufwerfen wird, die in ihrem Umfang jetzt noch gar nicht absehbar sind.

Am Ende werden wertvolle Flächen in der Stadt verbaut sein, und die Kosten für Renovierung und Betrieb des Bades werden gestiegen sein. Daraus kann nur folgen, dass die Stadt Königstein sich die Sanierung des Kurbades nicht leisten kann. Es wäre an der Zeit, Pläne für eine andere Verwertung des Geländes zu machen.


Kommentar senden
ALK will weniger Buslärm

In der kalten Jahreszeit gibt es alljährlich den selben Ärger: Haltende Busse mit laufendem Motor, die unnötig die Umwelt belasten und die Anwohner mit Lärm und Abgasen belästigen. In den vergangenen Jahren hatten sich Stadtverordnete der ALK wegen der Lärmbelastung durch wartende Busse wiederholt mit Anfragen an den Magistrat gewandt. mehr...

ALK gratuliert
Biotonne zum Geburtstag


Mit der besseren Trennung der kompostierbaren Stoffe vom übrigen Müll werde ein großer Beitrag zum Umwelt­schutz geleistet. Anlässlich des zweiten Geburtstags ein paar Wünsche: So schlug die ALK vor, die Bio­tonnen künftig auch im November wöchentlich zu leeren. Außerdem gab die stärkste Fraktion des Stadtparla­ments den Wunsch vieler Bürger nach einer Reini­gung der Tonnen weiter. mehr...

ALK freut sich über Parkscheiben-Idee

Die ALK hat sich hocherfreut über die Ausführungen des Bürgermei­sters zum Thema Parken und Parkautomaten geäußert. Im Hinblick auf störanfällige Automaten hatte er angekündigt, es werde geprüft, „auf die vergleichsweise überschaubaren Einnahmen zu verzichten“ und stattdessen eine Regelung mit Parkscheiben einzuführen. Ihren ersten Vorstoß in diese Richtung hatte die ALK bereits im Jahr 2000 unternommen. mehr...

Klarstellungen -
ALK reagiert auf Presseartikel

In der TZ (2.1.2017) wurde die Position der ALK zum Kurbad (freundlich ausgedrückt) sehr vereinfacht und schief dargestellt und auch das Thema Bürgermei­sterwahl angesprochen. In der KöWo (22.12.2016) kurz vor Weihnachten wurde in dem Bericht über die Debatte des Stadtparlaments zum Bürgerbe­gehren Kurbad eine grobe und unzulässige Interpretation des Wählerwillens durch Parteiver­treter wiedergegeben sowie ein CDU-Pfeil gegen die ALK notiert. Beide Attacken erfordern eine Einordnung. mehr...

2016 - Danke Königstein!
Auch in diesem Jahr haben aktive Bürger das Leben in Königstein geprägt. Ihnen ein herzliches Dankeschön. Danke sagt die ALK aber auch den Bürgern dieser Stadt, die die ALK bei der Kommunalwahl im März mit 35,5 Prozent zur größten politischen Kraft bestimmt haben. Die ALK wird weiterhin versuchen, gemeinsam mit den Bürgern die Entwicklung Königsteins für die Zukunft positiv zu beeinflussen. mehr...

ALK für
Bürgervotum zum Kurbad


„Wir wollen die Meinung der Bürger erfahren, egal ob durch einen Bürgerentscheid oder durch eine Bürgerbefra­gung. Zu wichtigen Fragen in einer Stadt sollten die Kommunalpolitiker die Meinung der Bürgerinnen und Bürger kennen". Für die ALK stehe fest, dass sie auf jeden Fall den Bürgerwillen vertreten werde. In einem Antrag für die Stadtverordnetenversammlung schlägt die ALK vor, die Bürger zur Sanierung des Kurbads zu befragen. mehr...

  ALK-Programm 2016
Fokus auf Königstein
 Die ALK ...
 Unser Fokus liegt auf Königstein
 35 Jahre im Stadtparlament
 Erfolgreich in Königstein
 Stadtbild gestalten
 Behutsame Stadtentwicklung
 Solide Finanzpolitik
 Bürgerbefragung zum Kurbad
 Flüchtlinge in Königstein
 Umwelt schützen
 Familie und Betreuung
 Vereine und Begegnung
 In der Mitte der Bürger
 Mehr Bürgerbeteiligung