ALK hat eigenes Geschwindigkeitsmessgerät

Wählergemeinschaft nimmt Standort-Vorschläge entgegen

Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) hat jetzt ein eigenes Geschwindigkeitsanzeigegerät, ein so genanntes GAG. Das Gerät kostete rund 3.400 €. Finanziert wurde der Betrag durch Spenden von ALK-Mitgliedern. Damit gibt es jetzt in Königstein zwei derartige Geräte: das der Stadt und das der ALK.

Das "GAG" der ALK.

Mitarbeiter der Stadt montieren das Gerät. Die gesammelten Daten werden der unabhängigen Wählergemeinschaft ALK zur Verfügung gestellt. Das GAG hängt in der Regel zwei Wochen lang an einem Standort. Diese werden zu 75 Prozent von der ALK und zu 25 Prozent von der Stadt vorgeschlagen.

Das Gerät zeigt den Autofahrern mit großen Ziffern, wie schnell sie unterwegs sind. Die unabhängige Wählergemeinschaft hofft, dass dieser „mahnende Zeigefinger“ dazu beiträgt, dass Autofahrer insbesondere in den Wohngebieten die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten. Die ALK setzt auf die Vernunft und die Einsicht der Autofahrer, ohne dass gleich mit Knöllchen Bußgelder und eventuell Punkte verteilt werden, wie das der Bruder des GAG tut, das Geschwindigkeitsüberwachungsgerät GÜG.

Das GAG der ALK zeigt aber nicht nur das gefahrene Tempo an, sondern registriert auch die Zahl der Kraftfahrzeuge in beiden Fahrtrichtungen und speichert deren Geschwindigkeiten. Das Gerät liefert also eine Fülle von Informationen, mit denen die Belastung einzelner Straßen und ihrer Anwohner dokumentiert wird. Ein kleines Zusatz-Bonbon: Sportliche Fußgänger können am Gerät testen, wie schnell sie auf dem Bürgersteig unterwegs sind, denn auch Fußgänger-Geschwindigkeiten von fünf Stundenkilometern aufwärts werden angezeigt. Flitzer zu Fuß können da beim Sprint vor dem GAG schon mal auf Geschwindigkeiten um 23 Stundenkilometer kommen.

Erster Standort des GAG der ALK war die Kronberger Straße in Falkenstein. Daran schlossen sich der Ölmühlweg, der Mammolshainer Weg, An den Hohwiesen und der Hainerbergweg an.

Wer Vorschläge hat, wo das GAG in Königstein eingesetzt werden sollte, kann sich an den ALK-Vorsitzenden Robert Rohr (Telefon oder Fax jeweils 21863) wenden oder direkt an die ALK mailen.

Entstanden war die Idee in einem Gespräch von ALK-Mitgliedern mit Bürgermeister Fricke. Dabei ging es um Tempo 30 an einer Landesstraße. Da man sich im Gespräch nicht einig wurde, ob in jenem Straßenstück die Geschwindigkeiten tatsächlich so stark wie von der ALK angegeben überschritten werden, einigte man sich darauf, dort bald das GAG der Stadt einzusetzen. Als Ordnungsamtleiter Barth aber zu bedenken gab, dass dies wegen der vielen vorliegenden Anforderungen aus der Bevölkerung noch einige Zeit auf sich Warten lasse, schlug der Bürgermeister vor, die ALK könne doch selbst so ein Gerät kaufen. Was flappsig dahin gesagt schien, wurde dann in der ALK-Fraktion diskutiert und schließlich beschlossen. Die Mitglieder waren der Ansicht, dass dies eine sehr sinnvolle Verwendung des vorhandenen Geldes der Wählergemeinschaft ist. Auf jeden Fall sinnvoller, als es in einem Wahlkampf zu verpulvern.

Die Stadt Königstein ist der Wählergemeinschaft für die Anschaffung des zweiten GAG dankbar, da wegen der finanziell klammen Lage an ein zweites städtisches GAG nicht zu denken war. (14.12.2003)

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