ALK gegen höhere Kindergartengebühren

Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) hat sich dagegen ausgesprochen, die Gebühren für die städtischen Kindergärten in Königstein und Schneidhain sowie für den Hort zu erhöhen.

Der ALK-Vorsitzende Robert Rohr erinnerte daran, dass für die Kindergärten vor noch nicht einmal zehn Monaten die Gebühren deutlich angehoben wurden. Zum 1. Februar waren die Beträge für den Regelkindergarten um 11,7 Prozent auf 100 Euro gesteigert worden. Nun schlage der Magistrat zum 1. Januar die nächste Steigerung vor: Die Gebühren für den Regelkindergarten mit einer Betreuungszeit bis 13 Uhr sollen erneut um zehn Prozent auf dann 110 Euro pro Monat steigen.

Vor vier Jahren hatte in Königstein der Betrag noch bei 82 Euro gelegen. Falls die geplante Erhöhung beschlossen wird, hätte sich der Betrag für den Kindergarten innerhalb weniger Jahre um ein Drittel erhöht.

Zu der geplanten Erhöhung, so Rohr, passe natürlich wie die Faust aufs Auge, dass die Außenanlage des Kindergartens derzeit wegen Mängeln und Unfallrisiken gesperrt ist. Es sei nur schwer vorstellbar, wie angesichts dieses eingeschränkten Angebots den Eltern die Erhöhung der Gebühren vermittelt werden könne.

Noch drastischere Erhöhungen sind für den Kinderhort vorgesehen. Hier soll ein Platz um 19 Prozent teurer werden und demnächst monatlich 162 statt derzeit 136 Euro kosten. Auch für den Zwei-Drittel-Platz im Hort steht eine deutliche Steigerung ins Haus: Für die effektive Betreuungszeit in der Regel von 11.45 bis 15 Uhr sollen künftig 108 statt 91 Euro verlangt werden. Dies ist eine Steigerung von 18,7%.

Die unabhängige Wählergemeinschaft ALK forderte die politische Mehrheit von CDU und FDP auf, im Interesse der Familien diesen drastischen Steigerungen eine Absage zu erteilen. Falls durch Synergieeffekte oder organisatorische Änderungen keine Kosten reduziert werden könnten, müsse die Stadt einen höheren Anteil an den Betriebskosten übernehmen und die Eltern dadurch entlasten, forderte die ALK. (11.11.2003)

Nachtrag: Die Erhöhung der Kindergartengebühren wurde in der Stadtverordnetenversammlung am 27.11.2003 mit den Stimmen der Regierungskoalition aus CDU und FDP beschlossen. ALK, SPD und Grüne stimmten geschlossen gegen die Erhöhung.

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