ALK lobt Kreisel-Umbau

Der Umbau des Kreisels hat nach Beobachtungen der Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) zu einer deutlichen Verbesserung des Verkehrsflusses geführt. Manche Königsteiner sprächen bereits von einem „Turbo-Kreisel“, berichtete der ALK-Stadtverordnete Berthold Malter. Besonders erfreulich sei, dass sich die Staus auch in den Verkehrsspitzenzeiten weitgehend aufgelöst hätten.

Der Umbau des Kreisels hat zu einer deutlichen Verbesserung des Verkehrsflusses geführt.

Vor allem von Frankfurt in Richtung Limburg hätten sich die Warteschlangen deutlich reduziert. Auch die Zufahrten der B 455 über Bischof-Kaller-Straße und aus Richtung Kronberg hätten kaum mehr Staus. Zu wünschen lasse noch zu verschiedenen Zeiten der Verkehrsfluss von Limburg in Richtung Frankfurt. Ein Teil der Staus werde insbesondere durch den Fußgängerverkehr von und zu den Schulen über den Wolfsweg verursacht. Hoffnungen zur Verbesserung des Verkehrsflusses setze die ALK in die derzeit noch gesperrte zweite Spur. Auch die Abbiegespur nach Mammolshain sei noch nicht für den Verkehr freigegeben. Weitere Verbesserungen erwartet die unabhängige Wählergemeinschaft ALK von einer sichtbaren Markierung der Fahrspuren im Kreisel. Derzeit gebe es gefährliche Situationen, wenn Pkw-Fahrer über die Abbiegespur Richtung Kronberg fahren, aber dann in der Ausfahrt in Richtung Limburg weiter fahren.



Skepsis und Verbesserungsbedarf bei Ampeln

Mit Skepsis sieht die ALK dem für März angekündigten Einbau zahlreicher Ampeln in den Kreiseleinfahrten entgegen. Einerseits laufe der Verkehr derzeit so gut, dass auf die Ampeln eigentlich verzichtet werden könne. Da aber die Ampeln laut Auskunft des Straßenbauamtes nicht aufzuhalten seien, gebe es zwei Möglichkeiten: Sie könnten zu einer weiteren Verbesserung des Verkehrsflusses beitragen. Falls sich die Erwartungen nicht erfüllten, so sollte es möglich sein, die Ampeln über weite Teile des Tages auszuschalten. Es stelle sich die Frage, zu welchen Zeiten die Ampeln überhaupt eingeschaltet werden. Malter plädierte dafür, diese nur dann in Betrieb zu nehmen, wenn dies die Verkehrssituation unbedingt erfordere.

Mit dem nun vollzogenen Umbau sei ein langgehegter Wunsch der unabhängigen Wählergemeinschaft in Erfüllung gegangen. Bereits seit ihrer Gründung vor über 25 Jahren habe die ALK sich für den Umbau dieses neuralgischen Verkehrsknotenpunktes stark gemacht. Viel zu lange wurde ein grundlegender Umbau behindert. So dauerte es seit der Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses zur B8 im Jahre 1985 mehr als 10 Jahre, um die Planung für den Kreiselumbau auf den Weg zu bringen. Zu weiteren Verbesserungen auf der bestehenden B8 könnten die geplanten Umbauten an den Kreuzungen Adelheidstraße und Altkönigstraße beitragen. Dringend erforderlich sei eine Verbesserung der Ampelschaltung an der Kreuzung Altkönigstraße, meinte Malter. Es sei schwer akzeptabel, dass die Autofahrer jetzt den Kreisel wesentlich zügiger passierten, dann aber sich der Verkehr vor der roten Ampel an der Altkönigstraße teilweise bis zur Adelheidstraße zurück staue.

Argument gegen ökologisch katastrophale neue B8

Der Erfolg des Kreiselumbaus sei ein weiteres Argument gegen den ökologisch katastrophalen Bau einer acht Kilometer langen neuen B8 zwischen Kelkheim-Hornau und dem Eselsheck, der wertvolle Natur und beliebte Naherholungsgebiete in unmittelbarer Nähe Königsteins zerstören würde. In diesem Zusammenhang begrüßte Malter die Äußerungen des früheren CDU-Vorsitzenden Dr. Bernd Uhlmann, der seine Partei öffentlich aufgefordert hatte, in Sachen B8 „alte Zöpfe abzuschneiden“. Dies sei eine überraschende und erfreuliche Aussage eines vor kurzem noch führenden Repräsentanten der Königsteiner Christdemokraten. Unter Hinweis auf „radikal weniger Stau- und Lärmbelastung“ hatte Uhlmann eine „klare Absage dieses überholten Projekts“ gefordert und daran erinnert, dass die Partei in ihrem Wahlprogramm versprochen habe, nach dem Kreiselumbau die geplante B 8-Umfahrung neu zu bewerten.

Nicht nur der Kreiselumbau sondern auch die sich abzeichnende Fertigstellung des 3-spurigen Ausbaus der A66 zwischen Frankfurt und Wiesbaden haben zu einer wesentlichen Entspannung der Situation beigetragen. Dadurch werde der Verzicht auf die B8 Westumgehung immer wahrscheinlicher. Auch im Zuge der verstärkten Klimadiskussion wäre dies nur konsequent, würde doch durch die geplante B8-Trasse unwiederbringbar ein einzigartiges Naturgebiet zerstört, unterstrich Malter. (27.2.2007)

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