ALK unterwegs im Baugebiet Mammolshöhe

Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) war wieder unterwegs in Königstein: Erste Station einer Reihe von Ortsterminen der unabhängigen Wählergemeinschaft war am Samstag, 10. September 2005, die Mammolshöhe im Stadtteil Mammolshain. Alle interessierten Bürger waren herzlich eingeladen.

Robert Rohr (ALK) begrüßt die Teilnehmer
ALK-Fraktionsvorsitzende Hedwig Schlachter und Günther Ostermann erläutern den Bebauungsplan


Die Mammolshöhe sei neben dem ehemaligen Gelände der Eisenbahnergewerkschaft das größte aktuelle Baugebiets Königsteins, erläuterte der Mammolshainer ALK-Stadtverordnete Günther Ostermann. Bei dem Termin hat sich die ALK ein Bild davon gemacht, wie die Festsetzungen des Bebauungsplanes umgesetzt werden. Häufig klafften Anspruch und Wirklichkeit etwas auseinander.

Die ALK bedauerte, dass nachträglich die Fällung weiterer Bäume vom Magistrat der Stadt genehmigt wurde. Bereits der ursprünglich vorgesehene Kahlschlag mit der Fällung von deutlich mehr als 30 Prozent des alten Baumbestandes sei für die ALK nicht akzeptabel gewesen.

Die ersten einer Reihe von "Kettenhäusern".
67 Wohneinheiten sollen insgesamt gebaut werden.
Die Fällung von deutlich mehr als 30 Prozent des alten Baumbestandes war für die ALK nicht akzeptabel


Außerdem hatte die ALK gefordert, die Mammolshöhe nicht so dicht zu bebauen wie im Bebauungsplan vorgesehen. Die Mehrheit des Stadtparlaments hatte aber den ALK-Antrag abgelehnt, die Zahl der Wohneinheiten von 67 auf 45 zu verringern.

Weiter bedauerte Ostermann, der auch Mitglied des Ortsbeirats Mammolshain ist, dass berechtigte Einwände von Bürgern nicht zu Veränderungen des Bebauungsplanes geführt hätten. So solle bei dem Termin in städtebaulicher Hinsicht überprüft werden, wie sich die Neubauten in das Ortsbild einfügten. Der Stadtverordnete wies weiter darauf hin, dass es in diesem Gebiet nicht nur eine massive Bebauung gebe. Zu erwarten sei auch, dass Flächen in erheblicher Größenordnung versiegelt würden. Zu den Grundflächen der Neubauten von 4.830 m² kämen die Nebenanlagen wie Carports von 3.860 m² sowie 3.260 m² für Straßen und Wege. Die versiegelte Fläche auf der Mammolshöhe werde künftig um ca. 12 Prozent größer sein als die derzeitige.

Den Baufortschritt zeigt ALK-Ortbeiratsmitglied Günther Ostermann auf einer aushängenden Karte
In dem Gebiet wird es eine massive Bebauung geben. Die Minderung auf 45 Wohneinheiten wurde abgelehnt.


Bei dem Ortstermin wollte die ALK auch überprüfen, ob die von CDU/FDP in der Debatte um die Mammolshöhe immer wieder angesprochene "großzügige Bebauung" tatsächlich erreicht werde, oder ob Wunsch und Wirklichkeit nicht übereinstimmten.

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