B8-Erörterungstermin Anfang 2007

Der Erörterungstermin zu der geplanten neuen B8 zwischen Kelkheim-Hornau und dem Eselsheck wird im kommenden Jahr stattfinden. Es werde damit gerechnet, dass die Bearbeitung der eingegangenen Einwände noch bis zum Jahresende dauern werde, teilte das Regierungspräsidium Darmstadt der Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) mit. Anschließend würden Anfang 2007 vom Regierungspräsidium Ort und Zeitpunkt des Erörterungstermins festgelegt.

Insgesamt liegen dem Regierungspräsidium 2110 Einwendungen zur B8 von Bürgern sowie 37 von „Trägern öffentlicher Belange“ vor. Unter den Einwendungen von Bürgern sind 166 individuell formulierte Schreiben und 1944, die auf vier verschiedenen Vordrucken erfolgten. Alle Einwender können an dem geplanten Erörterungstermin teilnehmen.

Die große Zahl von Bedenken und Einsprüchen gegen die vorgelegten Pläne für die knapp acht Kilometer lange und teilweise vierspurige neue Straße bewertete der ALK-Vorsitzende Robert Rohr als beachtlich hoch. Dadurch werde auch die große Unzufriedenheit mit dem Projekt an sich, aber auch mit der sehr nah an Königstein verlaufenden Strecke deutlich. Schließlich würden Teile von Königstein mit zusätzlichem Lärm belastet und wichtige Naherholungsflächen in unmittelbarer Umgebung der Stadt zerstört. Zwar würden nach den vorgelegten Zahlen, die aber auch umstritten seien, einige Straßen in Königstein entlastet, gleichzeitig würden aber bei einem Bau der neuen B8 andere Straßen zusätzlich mit Autoverkehr belastet.

Der Erörterungstermin wird nach Angaben des Regierungspräsidiums außerhalb der Ferienzeiten an Werktagen stattfinden. In einem Schreiben an Regierungspräsident Dieke hatte sich die unabhängige Wählergemeinschaft ALK dafür ausgesprochen, den Termin außerhalb von Ferienzeiten anzusetzen, um möglichst vielen Einwendern die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben. Deshalb hatte die ALK auch vorgeschlagen, die Erörterungen an Wochenenden stattfinden zu lassen, um Berufstätigen die Mitwirkung zu ermöglichen. Dies sei aber vom Regierungspräsidium abgelehnt worden, teilte Rohr mit. Es habe noch nie, auch nicht beim Flughafenverfahren, Erörterungstermine an Wochenenden gegeben, so die Begründung aus Darmstadt. Die Vertreter der Träger öffentlicher Belange sowie Anwälte, die erfahrungsgemäß den Großteil der Diskussion bestritten, bevorzugten in der Regel die Wochentage.

Der Ort des Erörterungstermins steht nach Mitteilung des Regierungspräsidiums noch nicht fest. Hier hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz und die ALK Räumlichkeiten in der Nähe der geplanten Straße vorgeschlagen, um Einwendern aus dem Raum Königstein/Kelkheim/Glashütten die Teilnahme zu erleichtern. Die ALK hatte das KTC in unmittelbarer Nähe der B8-Trasse sowie das Haus der Begegnung ins Gespräch gebracht. Hierzu erklärte das Regierungspräsidium, dass für solche Termine grundsätzlich eine Lokalität vor Ort gewählt werde.

Weitergehende Informationen über die geplante neue B8 gibt es im Internet beim Bund für Umwelt und Naturschutz Königstein-Glashütten www.vorort.bund.net/koenigstein-glashuetten. (14.11.2006)

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