Der ersten Baustellenführung zum „Lauf des Wassers“ vom Kurbad bis in den Kurpark, folgten am 8. Juli etwa 50 Teilnehmer,
geführt vom Königsteiner Fachbereichsleiter Planen Umwelt Bauen, Gerd Böhmig. Aus den umfangreichen Informationen der Veranstaltung
greift die ALK einige Thesen heraus.
Vor wenigen Tagen zerstörte alte Brunnenmauer in der ehemaligen Konrad-Adenauer-Anlage
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Da die Baumaßnahmen noch nicht begonnen haben, gab Böhmig Einblicke und Ausblicke zum vorgesehenen Lauf des Spülwassers vom Kurbad, das im
Rahmen der geförderten Maßnahme zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel in der Stadtmitte für die Bewässerung genutzt werden soll.
Das Kurbad verbraucht weniger Wasser
Am Kurbad berichtete Gerd Böhmig, dass zum Spülen des Kurbades 200 – 400 Kubikmeter pro Woche anfallen würden, „so viel, wie der Rest der
Stadt zusammen verbrauche“. Das stimme aber nicht, so ALK Stadtverordneter Andreas Colloseus. Nach einer auf der Website der Stadt Königstein
veröffentlichten Pressemitteilung
„Trinkwasser bewusst nutzen“ werden täglich ca. 2.500 Kubikmeter Trinkwasser abgegeben. Damit verbraucht das Kurbad nicht 50 Prozent sondern
1,1 – 2,2 Prozent des täglichen, normalen Königsteiner Trinkwasserverbrauchs für die Spülung der Filter des Kurbades.
Verzögerungen sind von der Stadt mitzuverantworten
Wie im Änderungsbescheid zum Zuwendungsbescheid vom 18.03.2024, der der Stadt mit Datum vom 11.05.2026 zugestellt wurde, zu lesen ist,
wurden von der Stadt noch im Februar 2026 Projektänderungen beantragt. Diese beziehen sich auf die von der Bürgermeisterin Schenk-Motzko
am 18.06.2026 in der Königsteiner Woche mitgeteilten Priorisierungen auf das Thema Wasser, so ALK-Co-Fraktionsvorsitzender Günther Ostermann.
Diese Priorisierung sei notwendig geworden, da die
Fördermaßnahme bis Ende 2027 befristet ist.
Wie Böhmig bei der Führung mitteilte, hat der Kampfmittelräumdienst bisher auch noch nicht alle Baustellenbereiche freigegeben. Es seien
noch nicht alle der fast 200 aufälligen Stellen in der Konrad-Adenauer-Anlage und im Kurpark untersucht worden.
Stadt bindet sich bis 2047 ans Kurbad
Der Fördergeber schreibt eine 20-jährige Nutzung der geförderten Maßnahmen zum Thema Wasser vor. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass bis
2047 Spülwasser aus dem Kurbad zur Weiterverwendung bereitgestellt werden muss. Dabei ist die Zukunft des fast 50 Jahre alten Kurbades im Moment
völlig ungewiss, so ALK-Co-Fraktionsvorsitzender Berthold Malter. Eine Sanierung in Eigenregie sei ausgeschlossen, da die Kosten von fast
60 Millionen Euro durch die Kur GmbH nicht einmal ansatzweise aufgebracht werden können.
Auch um die Fördergelder für die Stadtmitte zu retten, setze sich die Stadt auf Gedeih und Verderb einem potentiellen Investor für das
Kurbadareal aus. Dabei hat die kürzlich durchgeführte Konzeptausschreibung nur geringes Interesse von Investoren gezeigt, wie Böhmig bei
der Baustellenführung ausführte.